Review: Bastardo – Skip The Present

Manche sagen ja: ‘Stoner Rock, das ist doch immer das Gleiche, nix neues mehr.’ Aber Bastardo beweisen, dass da immer noch was geht.
Die vier Typen aus der Nähe von Marburg haben nach Ihrer Demo 2006 Ende 2008 Ihren ersten Longplayer veröffentlicht.

Gleich der erste Track Belladonna geht voll nach vorne. Danach kommt gleich der 1. ‘Hit’ der Scheibe, Under Glas hat ‘nen schönen Drive wie auch die nächste Nummer Saint.
Manchmal ist mir der Sound aber nicht fett genug, hab warscheinlich wieder mal zu viel Doom gehört. Denn vom ‘düsteren Trauma einer Dampframme’, wie mir die Presseinfo weissmachen will hör ich da nichts.
Aber Bastardo gehen ja auch einen ganz anderen Weg, der 4. Song New Day lässt mich eher an Postrock denken, ohne zu langweilen. Dann wird das Tempo wieder angezogen, 43 ist wieder ein typisches Bastardo Stück. Auch das dann folgende Scarscraper ist voll als ein Piece der Jungs erkennbar. Ingesamt ist die Scheibe aus einem Guss, nicht zuletzt wegen der Stimme von Andreas Klute, die einen hohen Wiedererkennungswert hat, klingt echt kratzig/melodisch/geil.
Und als wenn die Jungs das nette Geigenende von Scarscraper wieder vergessen machen wollen, gehts bei Hell A wieder voll zur Sache, doch da kommt auf einmal ein ruhiger Part, endlich mal ein schönens Gitarrensolo, und am Ende geht das Stück dann voll ab. Insgesamt könnt es aber ein paar mehr Gitarrensolis geben, ist vielleicht Geschmackssache. Sky Dive empfängt mich dann auch wieder im typischen Bastardo Stil, da ist immer dieser geile Drive. Als Abschluss gibt’s dann 8:44 The Bottom Line, ein würdiger Abschluss.

Ingesamt hat die Gruppe echt potenzial, bin gespannt wie sich Bastardo weiter entwickeln.

7 of 10

http://www.myspace.com/bastardorock