Review: Cult Of Occult – Five Degrees Of Insanity

metal occult doom bla­cke­ned sludge Fran­ce

released Octo­ber 15, 2015

http://www.metal-archives.com/bands/Cult_of_Occult

Seit Cult of Occult ihr slud­gi­ges Unwe­sen trei­ben, also seit 2011, bin ich die­sem fran­zö­si­schen Vie­rer zuge­tan. Nun haben sie mit ihrem drit­ten Album “Five Degrees Of Insa­ni­ty” erneut ihre hass­erfüll­ten, mis­an­thro­pi­schen Bot­schaf­ten über die Men­scheit aus­ge­schüt­tet, jeden­falls über den rela­tiv klei­nen­Teil der Mensch­heit, der ger­ne bereit ist sich von ton­nen­schwe­ren Riffs zer­quet­schen und von zäh­flüs­si­ger Lang­sam­keit ter­ro­ri­sie­ren zu las­sen – also auch über mich. Erwar­tungs­froh las­se ich die neu­en Klän­ge an mei­ne Ohren drin­gen.

Ampli­fier­ge­dröh­ne, als wür­de eine mons­trö­se Hass­ma­schi­ne in Gang gesetzt, brummt aus mei­nen Laut­spre­cher­bo­xen. Eine Hass­ma­schi­ne, die sich dann nach etwa andert­halb Minu­ten schwer­fäl­lig stamp­fend fort­be­wegt, alles und jeden – mich natür­lich auch – unter sich nie­der­walzt und dabei eine zäh­flüs­si­ge, kleb­rig-schlei­mi­ge Mas­se aus­brei­tet und alles ein­hüllt und gefan­gen hält – mich natür­lich auch. So bin ich also dann den gna­den­los schwe­ren Riffs, die sich teils in quä­len­der Lang­sam­keit und repe­ti­ti­ver Mono­to­nie durch ein Meer aus Feed­back und Dis­tor­ti­on frä­sen, hilf­los aus­ge­lie­fert und eben­so den, im bes­ten Sin­ne, fie­sen Vocals, die das Elend die­ser Welt aus­kot­zen – Ekel, Ver­ach­tung, Schmerz, Hass – alles drin.

Cult of Occult rüh­ren viel Black Metal, Dro­ne und psy­che­de­li­sche Ele­me­te mit in die dicke Slud­ge/Doom-Sup­pe und las­sen eine beängs­ti­gen­de Mischung aus bedroh­lich brü­ten­der und hys­te­risch psy­cho­ti­scher Atmo­sphä­re ent­ste­hen, die sich inner­halb der rela­tiv lan­gen Songs (zwi­schen 10 und 17 Minu­ten) sorg­fäl­tig auf­bau­en und ent­fal­ten kann. Ins­ge­samt fühlt sich jeder Song jeweils etwa einen Grad psy­cho­ti­scher und inten­si­ver an als sein Vor­gän­ger, inso­fern macht das Album sei­nem Titel alle Ehre.

“Five Degrees Of Insa­ni­ty” don­nert gleich­zei­tig effek­tiv und direkt in die Fres­se, fräst sich unauf­halt­sam ins Hirn und kriecht hin­ter­häl­tig unter die Haut. All das zusam­men übt eine hyp­no­ti­sche Anzie­hungs­kraft aus, der ich mich nur schwer ent­zie­hen kann. Aber war­um soll­te ich das auch tun wol­len?

Review by Ulla, The Wicked Lady

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